Bambus - Gigant der Pflanzenwelt

Rekordhalter mit vielen Facetten
Bambus hat viele Talente
Hoch wie ein Wolkenkratzer, zugfester als Stahl und älter als die Menschheit.
Ein schnell natürlich nachwachsender Rohstoff, klimaschützend und umweltfreundlich.
Beeindruckt sind zudem seine außergewöhnlichen Material-Eigenschaften.
Extrem vielseitig und flexibel
Die Artenvielfalt der Bambusgewächse ist enorm. Weltweit sind fast 100 Gattungen mit über 1300 Arten bekannt.
Ein Großteil der Gewächse ist in den Tropen und Subtropen heimisch und prägt dort das Landschaftsbild.
Die anpassungsfähige Pflanze hat im Laufe der Jahrtausende aber auch kältere Gebiete und Gebirgsregionen erobert. So wächst Bambus in Hochgebirgen noch bis zur Schneegrenze, zum Beispiel im Huangshan-Gebirge in Höhen bis 3000 Meter.
Die frostharten und winterfesten Arten konnten mittlerweile auch erfolgreich auf dem europäischen Kontinent und sogar in der Antarktis kultiviert werden.
Superkonstruktion
Die anatomische Aufbau ist eine architektonische Meisterleistung.
Wie alle Gräser bleibt auch der Bambushalm innen hohl und behält dadurch seine Leichtigkeit.
Die flexiblen Segmente ermöglichen es enormen Biege- und Druckbelastungen standzuhalten.
Gleichzeitig sorg die Verkieselung der Zellen für sehr stabile Strukturen.

Extreme Härte Der Verholzungsprozess ist für die Festigkeit der Halme verantwortlich.
Dabei wird durch die Einlagerung von Lignin in die Zellwände eine Aussteifung erreicht.
Zudem stützt sich der Zellaufbau auf eingelagerte Zellulosefasern. Der hohe Kieselsäuregehalt von über 70 % versteift den Halm und macht ihn knickfest.
Aktiver Radix
Unterirdische Wurzelausläufer
Das Wurzelwerk eines Bambus besteht aus unterirdischen Sprossachsen, den Rhizomen.
Diese Rhizome dienen als Speicher für Nährstoffe, ermöglichen die Wasseraufnahme und sind entscheidend für die Vermehrung und das schnelle Ausbreiten der Pflanze.

Es gibt zwei Haupttypen: pachymorphe Rhizome für horstbildende, wenig invasive Arten und leptomorphe Rhizome für ausläuferbildende, schnell wachsende und invasive Arten wie die Phyllostachys.
Rhizomsperre
Wegen des aggressiven Wuchses der leptomorphen Rhizome ist bei vielen Bambusarten der Einbau einer Rhizomsperre unerlässlich, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu verhindern.
Bambus
Härter als Stahl, fester als Beton - die Faszination von Bambus liegt in seinen enormen Fähigkeiten.
Bezeichnet eine Forstwirtschaft, unter Wahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit.



