Bambusgras

Bambus - Holz oder Gras?


Pflanzensystematisch wird Bambus der Familie der Gräser zugeordnet.

Die verholzenden Bambus Arten gehören zur Untergattung der Süssgräser und weisen auch baumähnliche Merkmale auf. Die schlanken und verzweigenden Halme können aufgrund ihrer Stabilität sehr hoch wachsen. So kann der Riesenbambus (Giant bamboo) durchaus Wuchshöhen bis zu 40 Meter erreichen.

Für die Festigkeit der Halme ist, wie bei Harthölzern auch, der Verholzungsprozess verantwortlich bei dem Lignin in die Zellen eingelagert wird. Neben dem festigenden Holzstoff Lignin stützt sich der Zellaufbau von Bambus auch auf die eingelagerten Zelluose Fasern die den Halm elastisch und biegsam machen.

Den nicht verholzenden Bambusgewächsen fehlt diese Festigkeit. Diese grasartig, in Horsten wachsenden Arten werden nur wenige Mester hoch.

Entscheidene Unterschiede bei den Bambus Gewächsen gibt es auch im Wurzelnetz. Während die ausläuferbildenen Arten unterirdische Wurzelausläufer, die sogenannten Rhizome entwickeln, bilden die horstig wachsenden Arten wie z.B. Fargesia einen kompakten Rhizomballen ohne weitverzweigte Ausläufer.

Verbreitung


Die Artenvielfalt der Bambus Gewächse ist enorm. Weltweit sind fast 100 Gattungen mit über 1200 Arten von Bambuspflanzen bekannt. Die Unterschiede in Verbreitung, Wuchsform und Winterhärte sind dabei vielseitig.

Ein Großteil der Arten ist in den Tropen und Subtropen heimisch und prägt dort seit jeher das Landschaftsbild. Die anpassungsfähige Pflanze hat im Laufe der Jahrtausende aber auch kältere Gebiete und Gebirgsregionen erobert. So wächst Bambus in Hochgebirgen noch bis zur Schneegrenze z.b. im Huangshan Gebirge in Höhen bis 3000 Meter.

Die frostharten und winterfesten Arten konnten mittlerweile auch erfolgreich auf dem europäischen Kontinent und sogar in der Antarktis kultiviert werden.


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